„Damals“, als der Opa noch lebte, war die Sache mit den Autobatterien noch einfach. Es gab klassische Bleiakkus für 6 oder 12 Volt – fertig. Die Welt war überschaubar.
Heute begegnen einem plötzlich Begriffe wie SLI, EFB und AGM. Doch was steckt eigentlich dahinter? Welche davon sind noch klassische Bleiakkus? Und was sind die sogenannten GEL-Akkus, von denen der Nachbar letztens erzählte – angeblich wartungsarm, aber trotzdem nach fünf Jahren schon kaputt?
Damit nicht genug: Auch im Auto selbst passt längst nicht mehr jede Batterie. Moderne Fahrzeuge besitzen exakt vorgegebene Einbauplätze unter der Motorhaube. Gleichzeitig gibt es Autobatterien heute in unzähligen Bauformen, Größen und Polanordnungen.
Das bedeutet:
Nicht jede Batterie passt automatisch in jedes Auto – selbst dann nicht, wenn Spannung und Leistung eigentlich ausreichen würden.
Oft scheitert es schlicht an:
- Länge,
- Breite,
- Höhe,
- der Befestigung,
- oder der Position des Pluspols.
Denn bei manchen Batterien sitzt der Pluspol links, bei anderen rechts.
Mein Problem beim Hyundai i40 Diesel
Das ist beim Hyundai i40 / i40cw Diesel 1.7 nicht anders.
Ich habe mehrfach im Internet Batterien bestellt, die laut Händler angeblich passen sollten. In der Praxis stellte sich jedoch heraus:
Die Batterie ließ sich entweder nicht korrekt einsetzen oder nicht sauber befestigen.
Das Problem liegt häufig nicht an der elektrischen Leistung, sondern an der Bauform.
Werkstätten und ihre Datenbanken
KFZ-Werkstätten arbeiten heute mit Datenbanken und Software-Systemen, die zu jedem Fahrzeug passende Ersatzteile auflisten. Der Meister sieht damit sofort, welche Batterie laut System in einen Hyundai i40 gehört.
Das Problem:
Diese Systeme empfehlen oft bevorzugt bestimmte Marken, mit denen Händler oder Werkstattketten zusammenarbeiten.
Bei ATU wird beispielsweise häufig VARTA angeboten. In meinem Fall war es eine klassische SLI-Batterie von Varta. Sie funktionierte grundsätzlich ordentlich, doch bei meinem Fahrprofil – viele Kurzstrecken in der Stadt, häufige Starts und wenig Langstrecke – war die Batterie nach einigen Jahren wieder am Ende.
AGM – die modernere Technik?
Deshalb wollte ich auf eine AGM-Batterie umsteigen. AGM gilt derzeit als eine der modernsten und leistungsfähigsten Technologien für Fahrzeuge mit vielen elektrischen Verbrauchern oder häufigem Kurzstreckenbetrieb.
Doch bei ATU sagte man mir:
„AGM passt nicht in Ihr Fahrzeug.“
Aber stimmt das wirklich?
Oder steht das lediglich so in einer möglicherweise veralteten Händlerdatenbank?
Mein nächster Schritt
Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass man sich allein auf solche Datenbanken verlassen sollte.
Deshalb werde ich nun direkt die technischen Daten meines Fahrzeugs prüfen:
- Maße der Batteriehalterung,
- maximale Länge,
- Breite,
- Höhe,
- Befestigung,
- und die genaue Position des Pluspols.
Danach suche ich gezielt nach modernen AGM-Batterien mit exakt diesen Abmessungen.
Denn technisch spricht vieles dafür, dass durchaus passende AGM-Modelle existieren – man muss sie nur finden.
Aber das ist Stoff für den nächsten Beitrag.
Angaben zum Fahrzeug
- Fahrzeug: Hyundai i40 / i40cw Diesel 1.7
- HSN / TSN: 8252 / AFG
- Fahrgestellnummer (gekürzt empfohlen): KMHLC81U…024492